Globalisierung, Freihandel & Immigration sind eng verzahnt

Eine Theorie geht von diversen Voraussetzungen aus. Wenn A+B erfüllt sind, ergibt sich C. Das ist auch bei ökonomischen Theorien der Fall. Ludwig von Mises, einer der Überväter der libertären Ideologie und damit der Globalisierung, schreibt in seinem 1927 erschienenen Buch „Liberalismus“ zum Thema Freihandel und Freizügigkeit. Es sei unbedingt nötig, eine völlige Freizügigkeit zu erreichen damit die Vorteile des Libertarismus (er nennt es Liberalismus) zur Geltung kommen. Auf Seite 121:

Das tritt am deutlichsten zutage bei der Freizügigkeit. Wenn der Liberalismus für jeden Menschen das Recht fordert, sich dort aufzuhalten, wo er es wünscht, so ist auch das keine „negative“ Forderung. Es gehört mit zum Wesen der auf dem Sondereigentum an den Produktionsmitteln aufgebauten Gesellschaft, dass jeder dort arbeiten und dort verzehren darf, wo es ihm am Besten dünkt. Negativ wird dieses Postulat erst dort, wo es den auf die Beschränkung der Freizügigkeit arbeitenden Kräften gegenübertritt.

Nun kennen wir die Formel Vielfalt + Nähe = Krieg. Das rechnen in rein ökonomischen Wertvorstellungen haben mich vom Libertarismus abkehren lassen, denn die wahren Kosten dieser Ideologie lassen sich kaum in Euro berechnen. Denken Sie an die vergewaltigten Frauen an Silvester in Köln.

Inzwischen gibt es auch Studien, in denen tatsächlich berechnet wurde ob Zuwanderung ein Land tatsächlich bereichert, also reicher macht. Ein Land, das langer Zeit wenig restriktiv mit Zuwanderung umgeht, sind die USA. Und daher kommt diese recht aktuelle Studie.

In Kurzform hat ein Co-Autor der Studie dazu einen Artikel veröffentlicht, in dem er zum Ergebnis kommt: Nein, Zuwanderung ist keine Bereicherung, es ist ein Nettoverlust für das Land.

Neben dem Nettoverlust an Werten wird auch die Nation zerstört, weil die Menschen die Nation ausmachen. Deswegen war Karl Marx für Freihandel, weil er wusste, dann rückt die Revolution näher. 

Aber im Allgemeinen ist heutzutage das Schutzzollsystem konservativ, während das Freihandelssystem zerstörend wirkt. Es zersetzt die bisherigen Nationalitäten und treibt den Gegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie auf die Spitze. Mit einem Wort, das System der Handelsfreiheit beschleunigt die soziale Revolution. Und nur in diesem revolutionären Sinne, meine Herren, stimme ich für den Freihandel.

In einer Diskussion zwischen Vox Day und Dr. James Miller, PhD University of Chicago (eine der besten Wirtschaftsschulen der USA) kam das Problem zur Sprache.

Die Realität ist, dass ein sehr großes Problem dadurch entsteht, und dieses Problem ist die Arbeitsmobilität. Menschen müssen umziehen um eine Arbeit zu finden.

In den USA beträgt die Rate der Arbeitsmobilität 3.2% pro Jahr. Das im Vergleich zu Europa, vor der Gründung der EU, als nur 0.1% der arbeitenden Bevölkerung ihren Aufenthaltsort pro Jahr geändert haben. Das bedeutet das in den USA 3.2% der arbeitsfähigen Bevölkerung ihren Wohnsitz (Bundesstaat) jedes Jahr ändern. Das Problem dabei ist, das über die Zeit die Arbeitsmobilität den Bundesstaat, in dem jemand geboren wurde, als auch den neuen Aufenthaltsort, transformiert. Es gibt einen Grund warum es Aufkleber mit der Aussage gibt „Macht Washington nicht zu Kalifornien“ oder „Macht Colorado nicht zu Kalifornien“, aber es ist bereits zu spät. Die politische Kultur dieser Bundesstaaten hat sich bereits geändert und wir sehen nun die Anfänge der Kalifornisierung von Texas.

Über die Zeit haben wir nun eine Situation in der nur 40% der Menschen die im Westen der USA leben, im Bundesstaat ihrer Geburt residieren. Der Grund, warum der mittlere Westen weniger transformiert wurde, als die anderen Regionen Amerikas ist, weil 65% der Menschen die dort wohnen, auch dort geboren wurden. Wenn wir uns also die Arbeitsmobilität ansehen und wir dehnen diese auf die ganze Welt aus, was wir tun müssen, weil wir es mit der EU und dem Schengen Abkommen sehen. Der freie Fluß an Waren durch den Kontinent Europas und die Zunahme der Arbeitsmobilität, die sie sehen wollten, das bereitet immense Probleme überall in Europa. Was das bedeutet ist, das etwa 49% der Amerikaner emigrieren müssten und das Land verlassen müssten, wenn sie 35 Jahre alt werden.

Warum wollten die Menschen in UK den BREXIT? Unter anderem wegen der endlosen Zuwanderung aus osteuropäischen Staaten. Die Überfüllung der Zielstaaten ist ein immer größer werdendes Problem. Man ändert die Menschen, dadurch verändert man die Nation. Zur gleichen Zeit fehlen diese Menschen in genau diesen Staaten, diese bluten also in Personen und geistig aus.

  • AnCap Rebellion

    Zitat: “Das rechnen in rein ökonomischen Wertvorstellungen haben mich vom Libertarismus abkehren lassen..”
    Dann sind Sie aber noch nicht weit genug vorgedrungen, was Libertarismus betrifft. Die Ökonomie der österreichischen Schule kann einem helfen, also zum Libertarismus hinführen, aber sie ist eben nicht alles. Mises war noch Minimalstaatler. Deswegen heißt es bei Mises auch noch “Liberalismus”, was so viel bedeutet wie “so wenig Staat wie möglich”.

    Um den wesentlichen letzten Schritt zu gehen empfehle ich von Larken Rose “The most dangerous superstition”. Wirklicher Libertarismus, also echte Freiheit, bedeutet den Aberglauben an Herrschaft aufzugeben. Also es kann niemanden geben der mehr Rechte hat als alle anderen.

    • Larken Rose saß 15 Monate im Knast weil er keine Steuern zahlen wollte.
      Der “Aberglaube der Herrschaft” hat ihm nicht geholfen, oder?
      Man könnte, mit einiger Überzeugung, Somalia zum libertären Paradies erklären.
      Jedes “libertäre Lebensprojekt” ist gescheitert (Siedlungen, “Übernahme” von Ländern).
      Mal sehen, vielleicht fordere ich mal jemand wie Charles Krüger zur Diskussion heraus 😉
      Selbst Leute wie Stefan Molyneux sind inzwischen von der Hardcore libertären Position abgerückt.

      • AnCap Rebellion

        Ich versuche seit mehreren Jahren herauszufinden, wie man unterschiedlichste Menschen aus der Versklavung im Geiste befreien kann. Ist nicht so einfach.
        Also bitte, besondere Konzentration auf die letzten 2 Sätze.

        Nochmal mit anderen Worten: Eine Gesellschaft ist dann libertär, wenn eine überwiegende Mehrheit der Menschen dieser Gesellschaft nicht mehr daran glaubt, dass irgendwer mehr Rechte haben kann als alle anderen. Es gibt dann keinen Herrscher und keine Beherrschten mehr.
        Wenn du zu mir sagst “ohne Staat geht es nicht”, dann höre ich “du glaubst daran, wenn man ein bestimmtes Problem lösen will, müssen erst mal alle Menschen zu Untertanen gemacht werden”. Mit diesem Aberglauben machst du dich selbst zum Sklaven im Geiste. Also du bist felsenfest davon überzeugt, dass du selbst ein Untertan sein musst.
        Warum glaubst du das? Glaubst du dass die Herrscher bessere oder höhere Wesen sind als du selbst? Wenn nein, warum sollten diese dann dein ganzes Leben bestimmen, mit der Ausrede irgendein Problem lösen zu wollen?

        Somalia ist nicht libertär. Die Menschen sind dort massiv religiös indoktriniert. So ziemlich alle großen Weltreligionen sind Herrschaftsideologien. Zumindest so, wie sie der breiten Öffentlichkeit aufs Auge gedrückt werden.

        Stefan Molyneux, hat mal ein bisschen angefangen an der Freiheit zu schnuppern. Es ist aber selbst nie wirklich frei geworden. Ich persönlich mochte ihn nie, weil er Methoden der Manipulation verwendet. Und wie sich seit einem Jahr herausgestellt hat, ist er auch eher ein Verräter an der Freiheit, als dass er diese selber wirklich vertritt.

        Ja, Larken Rose war ein Jahr im Knast weil er sich nicht so hat ausrauben lassen, wie das die Herrscher gerne gehabt hätten. Was willst du mit du mit deiner Frage hierzu ausdrücken? Larken Rose ist sehr clever. Er ist sich vollkommen bewusst, dass es keinen Sinn macht als einzelner gegen dieses System zu kämpfen. Dazu bräuchte man Millionen Mitstreiter. Hat er so auch immer wieder in Interviews gesagt.

        Zitat: “Jedes “libertäre Lebensprojekt” ist gescheitert (Siedlungen, “Übernahme” von Ländern).”
        Keine Ahnung von welchen “libertären Lebensprojekten” du sprichst. Libertarismus und die ganze freiheitliche, umfassende Aufklärung hierzu, ist noch sehr jung. Und sie wächst jeden Tag weiter.
        Ich würde den Zustand der Menschheit anders ausdrücken. Die Herrschaftssysteme haben sich weltweit durchgesetzt. Das zu leugnen wäre albern. Das heißt aber nicht, dass das immer so bleiben muss. Um das zu ändern muss man aber die ganzen Mechanismen der Herrschaftssystem verstehen.

        Zitat: “Mal sehen, vielleicht fordere ich mal jemand wie Charles Krüger zur Diskussion heraus ;)”
        Schau mal, Miro und Charles Krüger sind noch sehr jung und die müssen auch noch einiges lernen. Ich finde sie beide aber schon recht gut und ich bin mir sicher die werden die nächsten Jahre noch viel besser werden. Ich wäre froh gewesen, wenn ich in deren Alter schon so weit gewesen wäre.
        Die beiden haben sich in der Diskussion mit Langer und Robert in die Ecke drängen lassen, klar, aber deswegen hat der Langer noch lange nicht den Libertarismus widerlegt. Langer ist da vollkommen lächerlich. Er ist eigentlich komplett ahnungslos, so wie alle Sklaven im Geiste.

        Ich kann dir versichern, die beiden hätte ich in der Diskussion von vorne bis hinten auseinander genommen. Das sogenannte Naturrecht muss man anders erklären als die beiden in der Diskussion. Da ist ein vollkommen falscher Eindruck entstanden was damit eigentlich gemeint ist.

        • Es ist ja schön das Du dir so eine Mühe gibst. Es ist nur so: Die Libertären wachsen überhaupt nicht. Diese Bewegung schrumpft und stirbt. Ich habe dieser Bewegung abgeschworen, Du kannst gerne lesen warum ich die AltRight für logischer und zukunftsorientierter halte.

          https://www.staron.de/2016/09/was-die-alternative-rechte-ist-ein-manifest/

          • AnCap Rebellion

            Mal eine Frage: Gehört Donald Trump zur Alt-right?
            Wenn ja, dann reden wir in 4 Jahren noch mal was daraus geworden ist. Meine Prognose: Nichts!

            Aber nach deinem Artikel zu urteilen, also wenn man den wirklich genau nimmt, dann ist diese Alt-Right nicht wesentlich größer als die libertäre Bewegung. Eher eine kleine Randerscheinung. Danach gehört wohl weder Trump noch die AfD dazu. Ist eher so was wie die identitäre Bewegung. Und die wollen auch keine Politik machen.

            Zum Wachstum der libertären Bewegung: In Deutschland ist es besonders schwierig. Hier gibt es einen kaum zu durchbrechenden Obrigkeitsgehorsam. In den USA ist das sehr viel besser.
            Bis zum Ausbruch der Flüchtlingskrise letztes Jahr, war das Wachstum exponentiell, natürlich auf niedrigem Niveau, ist aber gut voran gegangen. Mit dem Ausbruch der Flüchtlingskrise hatten die deutschen Libertären keine Antwort darauf. War nicht besonders gut, ich habe da nämlich Unmengen Antworten drauf 🙂

            Wachstum hin oder her, entscheidend ist was richtig ist. Ich persönlich sehe keine alternative zur Freiheit. Egal welche politische Bewegung an die Macht kommt, es wird nicht besser werden, weil das Prinzip an sich zu einem immer wiederkehrenden Untergang führt.
            Einer eurer YouTuber, GermanReconquisita oder so ähnlich, hat doch darüber ein Video gemacht, wie die Patrioten oder Alt-Right, in eine Falle gelockt werden. Er hat damit meiner Meinung nach nicht unrecht. Es muss nicht unbedingt eine bewusste Falle sein von irgendwelchen Weltverschwörern, aber wenn Le Penn, AfD usw. in den nächsten Jahren an die Macht kommen würden, dann werden die für den kommenden Crash verantwortlich gemacht. Und der Crash, die Weltwirtschaftskrise, wird kommen, bei der Staatsverschuldung.

            Wenn die libertäre Bewegung stirbt, dann gewinnt niemand sonst, dann verlieren alle. Andernfalls muss man schon ein Masochist sein, es als Gewinn zu sehen selber Untertan zu sein.
            Aber schrumpfen tut die Bewegung nicht, sie wächst nur sehr viel langsamer als noch letztes Jahr.

          • Weder Donald Trump noch Breitbart gehören zur AltRight. Allerdings ist Trump der einzige Kandidat der die Immigration massiv beschränken will. Deswegen bekam er Unterstützung durch die AltRight.
            Ist es eine Randerscheinung? Wir haben die 16 Punkte in 20 Sprachen. Die sind nicht zufällig entstanden.
            http://voxday.blogspot.de/2016/08/what-alt-right-is.html

            Die Identitären haben verstanden und sie machen Politik, außerhalb der Parlamente. Ich haben Sympatien für die Gruppe. Gewaltfreier, kreativer Widerstand.