Trump, die Alt-Right und Qualitätsjournalismus

Im Lande Trumps herrscht Aufregung. Angebliche falsche Nachrichten wären der Grund, warum Trump gewählt wurde. Anstatt die Gründe bei sich selbst zu suchen, schlagen die etablierten Medien um sich. Facebook will jetzt stärker darauf achten das nur ganz dolle echte Nachrichten auf der Plattform landen. In Deutschland springt Volker Kauder, der Merkel Speichellecker und stolze Cuckservative auf den Zug auf und droht, wie ein wild gewordener Gollum den neuen Plattformen wie Facebook, Youtube & Co. Da nimmt sogar ein vermeintlich konservativer Politiker gerne die Begriffe der vermeintlichen politischen Gegner auf und beweist: Alles die gleiche Soße.

In der so genannten Deutschen Qualitäts- und alles-richtig-bei-uns Presse gehts derweil rund, weil man die „Alt Right“ entdeckt hat.

So in der Prantelschen Prawda gleich mehrere „Wahrheiten“ in einem Artikel.

die rassistische „Alt-Right“-Bewegung

Die Bewegung ist im Kern nicht rassistisch. Es gibt einen kleinen Flügel, den man so bezeichnen kann. Der schwule, konservative und nicht zur Alt-Right gehörende Milo Yiannopoulos schrieb bereits im März 2016 eine entsprechende Übersicht auf. Deswegen wird nun übrigens Breitbart nachgesagt, dass sie irgendwie zur Alt-Right gehören würden. Diesen rhetorischen Trick muss ich mir merken, wenn der Spiegel mal wieder eine große Geschichte über Hitler bringt. Doch weiter:

Dessen Gründer und Präsident des Thinktanks, Richard Spencer, hatte gerade die „Mainstream-Medien“ abgeurteilt, nachdem er seine Rede mit „Heil Trump, Heil unserem Volk, Heil dem Sieg“ begonnen hatte.

Was natürlich schon wieder gelogen ist und beweist, der Top-Journalist hat schlicht das Video des Atlantic angesehen aber die Rede an sich nicht gelesen.

Die endet mit entsprechenden „Hail“ rufen.

Der erfahrene Metal Hörer weis das “Hail” nicht “Hitler” bedeutet. So gibt es im englischen den Begriff “Hail Mary” ( Ave Maria). Manowar haben dazu einen patriotischen Pro England Song geschrieben.

Schon am Tag zuvor kam es zu einem Vorfall. Ein Gast mit dem Namen Tila Tequila, bekannt geworden durch einen Porno und eine TV Show, mittlerweile professioneller Internet Troll, twitterte einen Hitlergruß.

Tila Tequila Hitlergruss

Einer auf dem Foto hat sich inzwischen per Blog Posting entschuldigt. Auf einem aufgetauchten Video wird erzählt, das es sich bei den beiden Hitlergruß zeigenden Gästen um Juden handelte, die sich halt mal ansehen wollten, wie es auf so einer Konferenz zugeht. Das Restaurant spendete dann auch die Einnahmen aus dem Abendessen (etwa 10.000$) an die „Anti Defamation League“. Dummer Spaß oder Mission erfüllt?

 

Weiter bei der Prantelpost.

Allerdings steht am Anfang und Ende jeder Debatte des „Alt-Right“-Neonazitums die ethnische Identität – das „wir“ der weißen Rasse oder des weißen Mannes gegen das „andere“. Das können kulturfremde Einwanderer sein, Muslime, politische korrekte Linke oder softe Mainstream-Republikaner. Auch Frauenverachtung und Antisemitismus tauchen häufig auf. So fragte NPI-Gründer Spencer am Samstag indirekt, ob Juden „eine Seele haben“.

Nichts dergleichen hat er getan, wenn man denn die Rede mal gelesen hätte. Er schreibt dort von republikanischen Strategen und politischen Beratern, die abends schmierig über den Sender MSNBC über diese Alt-Right urteilten.

This was the year when random shitlords on Twitter, anonymous podcast hosts, and dissidents working deep within the Beltway Right proved they objectively understood politics better than the “Republican strategists” and “political consultants” snarking at us every night on MSNBC. It’s not just that they are leftists or cucks. It’s not just that many are genuinely stupid. Indeed, one wonders if those people are people at all, or instead soulless Golems, animated by some dark power to repeat whatever talking points John Oliver said the night before.

Es geht weiter mit grotesken und wirklich dämlichen Lügen oder ist schlicht Unwissenheit?

Deren Ziel, das Spencer und seine Mitstreiter wie der internationale Netzwerker Jared Taylor ausrufen, erscheint wie eine groteske rassistische Utopie: Ein friedlich herbeigeführter „Ethno-Staat“ auf dem amerikanischen Kontinent, der dem „europäisch geprägten“ (lies: der weißen) Bevölkerung vorbehalten ist und zum Refugium für Weiße aus aller Welt werden soll. Eine solche Idee dürften die allermeisten US-Bürger als zutiefst unamerikanisch empfinden. Der Mythos des Landes hat immer noch die Flagge als verbindendes Element einer Nation von Einwanderern.

Diese Geschichtsfälschung ist es, die Menschen zum Rasen bringt. Die USA sind keine mythische Nation von Einwanderern. Dazu muss man nur die Präambel der US Verfassung lesen und das erste Zuwanderungsgesetz von 1790 (und die nachfolgenden geänderten Fassungen). Erst im Jahre 1965 wurden die Schleusen für Menschen aus aller Welt weit geöffnet. Ein kommendes Desaster, das bereits 1991 vorausgesehen wurde.

Americans are proud of their melting-pot heritage. But as blacks, Hispanics and Asians gradually come to outnumber whites, that ideal will fade. Like the Soviet Union today, the United States will have to deal with contentious ethnic groups demanding greater autonomy and even political independence. That could prove to be industrial America`s undoing.

Nonetheless, it is only a matter of time before U.S. minority groups espouse self-determination in some form. When that happens, the country may become ungovernable.

Today, non-white groups are challenging the traditional order. Within the next 100 years, and probably much sooner, most Americans will be people of color. For the first time since the United States came into being, Caucasians will be a minority. Illiteracy may become widespread, and many Americans will not speak standard English.

Dieser Service, eine Demaskierung der „Fake News“ war kostenlos.

PS: Wer Tila Tequila ernst nimmt sollte sich ihren Youtube Kanal ansehen.