Wir wissen gar nicht wer kommt und wer schon da ist

Die Zeit schreibt „Syrische Pässe kauft man am Kiosk

Der Reporter recherchiert vor Ort.

Einige Tage nach den Anschlägen von Paris im November 2015 sprechen wir mithilfe eines Übersetzers am Telefon mit einem Mann namens Safwan. Er hat auf Facebook eine Anzeige geschaltet, in der er dafür wirbt, syrische Pässe zu verkaufen.

Eine Anzeige auf Facebook! Kann man sich kaum ausdenken sowas. Sollte sich nicht „Frontex“ darum kümmern?

Die Pässe die da verkauft werden, sind offenbar „echte falsche“.

Er will weder sagen, wem der Pass ursprünglich gehört hat, noch wie er dazu überhaupt kam. Dafür versichert er uns, dass wir Deutschland ungehindert erreichen werden.

Das ganze ist „Big Business“.

Im Mai fing die Flughafenpolizei in Athen zwei Pakete aus China ab, adressiert an einen Kioskbetreiber. Darin fand man 4.000 gefälschte Aufenthaltsgenehmigungen. Sie waren auf selbstklebendes Papier gedruckt, um sie leicht auf Pässen aufbringen zu können, und glichen vollkommen den offiziellen Dokumenten, die die griechischen Behörden ausstellten. Experten schätzen den Wert eines einzelnen solchen Papiers auf 600 Euro.

Bei diesen Aussichten ist es völlig unverantwortlich Menschen massenhaft ins Land zu lassen. Man müsste jeden abweisen, der keine Papiere hat. Und jeder, der Papier hat, müsste durch eine umfangreiche Einzelfallprüfung dieser Dokumente.