Arbeitende Arme – Vollversorgte Neue

Zwei Geschichten aus den letzten Tagen. Eine der Geschichten kam zuerst im ZDF Magazin „Frontal 21“. Ein fleißiger Mann aus München.

Thomas Moses lebt seit über zwei Jahren unter einer Brücke in der Isarvorstadt – und das, obwohl er einen Job hat. Er findet keine bezahlbare Wohnung.

Er ist nicht der Einzige.

In ihrem Bericht über das Obdachlosen-Problem in München sprachen die ZDF-Kollegen von Frontal 21 auch mit einer Krankenschwester aus München. Die 62-Jährige (Foto re.) lebte über 30 Jahre in einem Einfamilienhaus in der Stadt, dann wurde sie rausgeklagt. Und nun? Trotz Jobs ist sie seit einem Jahr wohnungslos, schläft momentan in der Bayernkaserne – im Bereich für die Obdachlosen.

Dem gegenüber eine Geschichte aus Berlin. Ein 100 Jahre alter Park muss weichen.

200 Bäume müssen dafür bis Ende Februar gefällt werden, davon 50 schützenswerte Exemplare in einem historischen Park, den der jüdische Mediziner James Fraenkel 1907 angelegt hatte.

Und warum muss der Park weichen? Um nagelneue Häuser für so genannte „Flüchtlinge“ zu errichten.

Schon in einem Jahr werden 450 Flüchtlinge in neu erbaute Drei- und Viergeschosser an der Lankwitzer Leonorenstraße ziehen. Daran ließ Sascha Langenbach vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) keinen Zweifel mehr.

Sollen wir das für gut oder irgendwie positiv empfinden? Wo soll das enden?