Irre Aufregung um ein kleines Buch mit den Titel “Finis Germania”

Der Sender NDR veröffentlicht regelmäßig eine Bestenliste, genannt “Sachbücher des Monats“. Auf Platz 9 schaffte es ein kleines Büchlein vom früheren Linken Rolf Peter Sieferle mit dem Titel “Finis Germania”. Unter dem Beitrag findet man nun diesen Kommentar:

 

12.06.2017 18:20 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrages waren in der Bildunterschrift zu Platz neun “Finis Germania” von Rolf Peter Sieferle die von der Jury vergebene Punktzahl sowie Preis und Seitenzahl des Buches aufgeführt. Diesen Passus hat die Redaktion gestrichen und die Distanzierung von NDR Kultur und der Jury an dieser Stelle deutlich gemacht.

 

Die linken Journalisten drehten dadurch völlig frei. In der SZ steht dann auch schon im ersten Absatz, warum der Vorgang so ungeheuerlich ist. Es liegt nicht nur am Text, sondern auch, bei wem dieser veröffentlich wurde. Bei Kubitschek, dem schwarzen Ritter der neuen Rechten, der es wagt, das Herrschende narrativ anzugreifen.

 

Es ist aus seinem Nachlass zusammengestellt worden und im Verlag Antaios in Schnellroda erschienen. Der Verlag ist Teil der organisatorischen Infrastruktur der extremen Rechten in Deutschland, sein Geschäftsführer Götz Kubitschek zugleich Mitbegründer des in Schnellroda ansässigen “Instituts für Staatspolitik”, Redakteur der Zeitschrift Sezession und Redner auf Pegida-Veranstaltungen.

 

“Finis Germania – 20 points”

 

Im SZ Artikel wird die Frage gestellt, wie das ganze denn überhaupt passieren konnte und wer sich erdreistete überhaupt dieses Buch auf die Liste zu setzen! Denn jemand (die Jagd war eröffnet) nutzte die geltenden Regeln um das Buch auf die Liste zu bekommen. Er gab dem Werk alle Punkte, die er verteilen konnte. Völlig legitim. Der SZ Redakteur Jens Bisky ist dann auch gleich geschockt (und bestimmt auch angewidert!) aus der Jury ausgetreten, die FAZ enttarnte den bösen Punktevergeber Johannes Saltzwedel vom Spiegel.

Nun folgt, Sie ahnen es, der übliche Weg. Im Spiegel wird eine Entschuldigung und ein Rücktritt des Spiegel Mannes aus der Jury bekannt gegeben.

 

“Ich habe nach der Lektüre der wesentlichen Kapitel kein Verständnis dafür, dass der Kollege Saltzwedel dieses Buch empfohlen hat”, so SPIEGEL-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, “und wegen des entstandenen Schadens begrüße ich seinen Rücktritt aus der Jury.”

 

Eine Buchempfehlung für ein Buch, das der Rest der Jury nicht mag, ist also ein “Schaden”. Manche Journalisten wundern sich ja immer, warum ihnen Verachtung entgegenschlägt. Wer sich mit den SJW’s auskennt weis, worauf der Spiegel Mann Saltzwedel zusteuert.

 


 

 

 

 

 

 

 

Der Punkt 3-4 dürfte erreicht sein. Denn die Welt sucht und findet schon einen weiteren Anklagepunkt.

 

Es ist Johannes Saltzwedel vom “Spiegel”, der auch schon Bücher über die Germanen veröffentlicht hat.

 

Im Deutschlandfunk ist nun auch “das Problem” erkannt worden. “So” darf einfach kein Buch auf die Liste kommen. 

Nix mehr selbst denken und handeln und für etwas einstehen. In Zukunft muss “Konsenz” hergestellt werden.

Die Jury habe aus dem Vorfall erste Konsequenzen gezogen, so Aguigah: Das Ergebnis werde künftig vor Veröffentlichung von allen Jurymitgliedern gegengelesen. Etwa zeitgleich zu dem Gespräch auf Deutschlandfunk Kultur äußerte sich allerdings auch der NDR zu dem Vorfall: Die Zusammenarbeit mit der Jury werde vorerst ausgesetzt, bis der Sachverhalt geklärt sei, heißt es bei dem Sender. Und weiter: “Die ‚Sachbücher des Monats’ werden von NDR Kultur bis auf weiteres nicht mehr veröffentlicht.”

 

Sehr empfehlen kann ich auch Klonovsky und natürlich Kubitschek zu dieser Sache. Amazon scheint das Buch auch gleich aus dem Programm genommen zu haben, deswegen der Link auf Antaios.


 

  • Martin Müller

    Finis Germania ist ganz im Gegenteil bei Amazon jetzt Bestseller auf Platz 1 in der Kategorie “Bücher”!

    • Ja ich weis, aber man kann es nicht mehr direkt bei Amazon bestellen, sondern muss über Antaios gehen.
      https://www.amazon.de/Finis-Germania-Kaplaken/dp/3944422503/
      Also am besten gleich direkt bestellen.

      • Morgoth

        Ich kann hier vielleicht etwas dazu beisteuern. Ich habe eine Erweiterung im Browser installiert, die mir die Preisverläufe auf Amazon anzeigt, um zu sehen, ob das Produkt vielleicht schon einmal – vielleicht auch regelmäßig – billiger war, als jetzt. Wenn ich als Versender hier nur Amazon auswähle, sehe ich, daß das Buch seit 17. April nicht mehr von Amazon selbst verschickt wird, also weit vor dem “Skandal”. Als Link ein Bild, wo man das nachvollziehen kann: https://kek.gg/i/DrTnV.png

        • Sehr interessant, danke. Das zeigt wie wichtig neue Anbieter sind. In allen Bereichen!