Ist das typisch Waldorfschule oder typisch Fakenews?

Ich kann nicht mehr. Auf „Ze.tt“ erschien ernsthaft ein Artikel über „Wali“, einen Afghanen, der abgeschoben werden soll. Nun führen die Mitschüler das ganze übliche gutmenschliche Programm durch, das in solchen Fällen eben durchgeführt wird.

 

Petition:

 

„Wir haben dann sofort eine Schülerkonferenz einberufen und Ideen gesammelt, was wir dagegen tun können.“ Als ersten Schritt beschlossen sie, eine Online-Petition zu starten, um auf Walis Schicksal aufmerksam zu machen. „Die Resonanz hat uns echt überrascht“, freut sich David. Fast 72.000 Menschen haben die Petition inzwischen unterschrieben.

 

Benefizkonzert

 

Parallel dazu organisierten Walis Mitschüler*innen verschiedene Spendenaktionen, darunter auch ein Benefizkonzert. Die gesammelten Gelder investierten sie in einen Anwalt, damit Wali beim Verwaltungsgericht Cottbus gegen die Ablehnung seines Asylantrags Klage erheben kann. Kostenpunkt: rund 1.000 Euro.

 

Jetzt gibt es nur ein Problem, denn den Artikel ziert ein super Foto von „Wali“ und zwei seiner Mitschüler. Und mir kam doch gleich der Verdacht, der Wali, der passt nicht ganz zu den beiden Jungs. Also werfe ich einen Online Dienst an der das Alter anhand von Fotos schätzt. Probieren Sie es aus lieber Leser, das Ding ist richtig gut. Was kommt nun raus? Wali ist geschätzte 41 Jahre alt.


Mir dünkt, da hat sich ein Betrüger in die Herzen von gut meinenden Menschen geschlichen und verarscht die nach Strich und Fade. Das Henrike Möller, die Autorin dieses Rührstücks nicht einen kritischen Satz zu „Wali“ veröffentlicht hat, gibt mir zu denken. Fake News.