Wir importieren das britische System für Radikalisierung

Das geht so: Ein Verbrecher kommt in den Knast. Dort hat er Zeit, sich ausgiebig mit dem Islam zu beschäftigen. Fertig ist der „Islamist“.

 

Der Mann hatte sich nach Einschätzung der Staatsschützer in der JVA Tegel zu einer tickenden Zeitbombe entwickelt. Mitte Juli hätte er dreieinhalb Jahre wegen schweren Raubes verbüßt. Seine Entlassung stand an, sollte nicht noch Unerwartetes geschehen.

 

Die Teilnehmer der Sitzung befürchteten Schlimmes: Laut einem Vermerk, aus dem die „Berliner Morgenpost“ zitiert, gingen sie davon aus, dass der 27-jährige Libanese „nach der Haftentlassung jede Gelegenheit für einen Anschlag/Angriff auf Ungläubige nutzen will“. Der Häftling stelle auf Grund seiner Radikalisierung im Gefängnis und Fokussierung auf die Dschihad-Ideologie, gepaart mit seiner gewalttätigen Persönlichkeit, „eine Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland und die Personen in seinem Umkreis dar“, folgerten die Berliner Behörden.

 

Großartig nicht? So verwandelt man Gefängnisse in Rekrutierungsanstalten. Das war so schön für den, der konnte dort bereits andere rekrutieren und bundesweit Kontakte pflegen. Wie will man nun verhindern das der einen Anschlag verübt?

 

Vor diesem Hintergrund vereinbarten die zuständigen Berliner Stellen im Juni einen umfangreichen Überwachungskatalog für den Salafisten. Sobald Mohamed A. freikäme, sollte er eine Fußfessel tragen. Den Stadtteil Berlin-Marzahn hätte er nicht verlassen dürfen. Eine tägliche Meldepflicht bei der Polizei gehörte genauso zur Kontrolle wie eine Tag-und-Nacht-Überwachung durch das LKA.

 

Absoluter Irrsinn, schon was diese Maßnahmen kosten. Sein Heimatland nimmt ihn nicht zurück, er hat keinen Pass. Wie unfähig ist diese Regierung eigentlich das Problem ein für alle mal zu lösen?