Finanzen in Deutschland und Europa

Drei besorgniserregende Geschichten. Zuerst aus Deutschland, hier führt Jürgen Fritz aus, wer die deutschen Finanzen trägt.

 

Nur 27 Millionen Nettosteuerzahler auf fast 83 Millionen Einwohner. Davon 12 Millionen vom Staat Abhängige, die von den verbleibenden 15 Millionen ebenfalls mitversorgt werden müssen. Und jetzt auch noch Millionen Immigranten zu 90 Prozent ohne adäquate Qualifikation. Wann wird das Ganze kippen?

 

Die Krise in Italien wird auch immer drängender.

 

Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat mit Blick auf das Krisenland Italien vor „massiven politischen Konflikten“ in Europa gewarnt. „Man kann das Land mit Staatsanleihenkäufen der Europäischen Zentralbank und wachsender versteckter Kreditvergabe durch das Target-System sicherlich lange liquide halten. Allerdings wird irgendwann der Druck steigen, dem Land mit offenen Transfers zu helfen“, sagte Fuest der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montagsausgabe).

 

Den Griechen geht es nach wie vor extrem schlecht, die Austeritätspolitik führt nur zu immer mehr Armut und sozialem Sprengstoff.

 

Nach einer Studie der Zentralbank haben griechische Familien in den Krisenjahren 26 Prozent ihres Einkommens und 40 Prozent ihres Vermögens verloren. In einem Drittel der Haushalte in Griechenland gibt es mindestens einen Arbeitslosen. Seit 2008 hat das Land rund ein Viertel seiner Wirtschaftskraft eingebüßt. Gut 31.000 Firmen mit mehr als zehn Beschäftigten gab es 2008 in Griechenland.

Davon sind heute nicht einmal 22.000 übrig. Zehn Jahre Talfahrt, unterbrochen nur von einer kurzen Rückkehr zu marginalem Wachstum 2014.

 

 

Wir haben also eine fiskalische Zeitbombe in Deutschland und ungelöste massive Probleme in Europa. Extreme Probleme in Italien und Griechenland. Und nicht wenige sehen – berechtigt oder unberechtigt – Deutschland als einen der Verursacher dieser Probleme.